Viele der mittelständischen Unternehmen nutzen KI. Zu beliebten Tool gehören ChatGPT, Microsoft Copilot oder die ersten Werkzeuge für Automatisierungen. Zu beobachten ist jedoch, dass die Lösungen oft Einzelprojekte sind ohne übergreifendes Ziel. Denn oft fehlt die Strategie. Infolgedessen mangelt es an effizienten Prozessen. Doppelarbeit, Risiken im Datenschutz und verpasste Potenziale könnten das weitere Resultat sein.

Der Einsatz Künstlicher Intelligenz im Unternehmen sollte kein einzelnes IT-Projekt sein. Besser wäre es KI als unternehmensweite Transformationsaufgabe zu verstehen. Mit einer strukturierten Roadmap können Investitionen priorisiert werden. Risiken lassen sich minimieren und insgesamt kann ein langfristiger Wettbewerbsvorteil aufgebaut werden.

Warum der Mittelstand beim Thema KI besonders unter Handlungsdruck steht

Technologische Entwicklung beschleunigt sich

Leistungsfähige KI wird zunehmend schneller verfügbar. Die Einstiegshürde zur Nutzung sinken für Unternehmen jeder Größenordnung. Wettbewerber integrieren KI in Prozesse und Geschäftsmodelle, während die Erwartung von Kunden, Partnern und Mitarbeitenden steigt.

Zunehmender Wettbewerb durch digitale Vorreiter

Digitale Vorreiter sind Unternehmen, die neue Technologien frühzeitig einsetzen und dadurch Prozesse, Angebote und Entscheidungen schneller verbessern als ihre Wettbewerber.

Regulatorische Entwicklungen gewinnen an Bedeutung

Die Anforderungen an den Datenschutz müssen berücksichtigt werden. Anforderungen der europäische KI-Regulierung gewinnen an Relevanz. Eine frühzeitige Governance erleichtert spätere Compliance.

Viele Unternehmen nutzen KI bereits – aber ohne Strategie

Die typische Ausgangssituation im Mittelstand in der Praxis ist beispielsweise die Nutung von ChatGPT durch einzelne Mitarbeiter. Oder in Fachabteilungen werden die ersten Copilot-Lizenzen genutzt. Einzelne Prozesse werden automatisiert und externe KI-Tools eingesetzt, jedoch ohne zentrale Steuerung. Diese Insellösungen könnten problematisch werden. Zwischen den Abteilungen fehlt die Abstimmung und Qualitätsstandards bleiben uneinheitlich. Des Weiteren könnten Risiken bei Datenschutz und Informationssicherheit entstehen. Ein Einzelprojekt mit Erfolg stellt sich als schwierig skalierbar dar. Die Erfolgsmessung bleibt aus.

Ein strategischer statt operativer Ansatz zeigt sich darin, dass KI-Ziele aus Unternehmenszielen abgeleitet werden. Alle Unternehmensbereiche werden ganzheitlich betrachtet und die langfristige Roadmap steht im Mittelpunkte – nicht kurzfristige Experimente.

Die häufigsten Fehler bei der Einführung von KI

Technologie vor Nutzen: Die Tools werden ohne klaren Business Case eingeführt und der Fokus liegt auf Trends statt auf einem konkreten Mehrwert.

Fehlende Zieldefinition: Messbare Ziele werden nicht definiert, die Verantwortlichkeiten sind unklar. Es fehlt an der Priorisierung von Anwendungsfällen.

Unzureichende Datenbasis: Daten sind in nicht ausreichender Qualität nur verfügbar oder liegen in Informationssilos. Die Datenstrategie fehlt.

Zu geringe Mitarbeitereinbindung: Bei Mitarbeitern könnte KI auf Nichtakzeptanz stoßen, gerade wenn Unsicherheiten aufkommen. Mitarbeitern werden nicht geschult.

Fehlende Governance:

  • Keine Richtlinien für KI-Nutzung
  • Unklare Verantwortlichkeiten
  • Erhöhte Compliance-Risiken

Wie Unternehmen die richtigen KI-Anwendungsfälle identifizieren

Analyse der Unternehmensprozesse

Unter die Lupe kommen wiederkehrende Tätigkeiten, Engpässe und nicht effiziente Prozesse. Des Weiteren geht die Suche nach manuellen Prozessen mit hohem Aufwand.

Bewertung nach Nutzen und Umsetzbarkeit

Besteht ein hoher Nutzen und ist nur ein geringer Aufwand nötig, kann dies als schnelles Pilotprojekt initiiert werden. Das Ergebnis ist ein schnelles Erfolgserlebnis.

Besteht hoher Nutzung und dieser jedoch mit hohem Aufwand verbunden, wird aus dem Projekt ein strategisches Transformationsprojekt, das langfristig geplant werden muss.

Der Weg von Pilotprojekten zur skalierbaren KI-Strategie

Phase 1: Standortbestimmung

Zu Beginn wird der digitale Fortschritt der Unternehmens an dessen Standorten analysiert. Bestehende Systeme werden bewertet, relevante Prozesse identifiziert.

Phase 2: Entwicklung einer KI-Strategie

Eine KI-Strategie erfordert die Definition von Zielen. Stehen die Ziele fest, werden Anwendungsfälle in die richtige Reihenfolge nach Bedeutung gebracht. Teil der KI-Strategie sind Ressourcenplanungen und Governance-Konzepte. An dieser Stelle können spezialisierte Partner für die KI Strategie Beratung Mittelstand ins Boot genommen werden. Sie unterstützen bei der Roadmap-Erstellung, Use-Case-Bewertung und Governance-Konzepten.

Phase 3: Pilotierung

  • Auswahl erster Use Cases
  • Aufbau von Erfahrungswerten
  • Wirtschaftlichkeit bewerten

Phase 4: Skalierung

Wurde ein Erfolg verzeichnet, kann die Lösung in weitere Teile des Unternehmens ausgerollt und gefördert werden.

Phase 5: Kontinuierliche Optimierung

Um Optimierungen durchzuführen, müssen die Ergebnisse beobachtet werden (Monitoring). Gegebenenfalls erfolgt eine Anpassung an neuen Technologien. Auch die Zielerreichung sollte regelmäßige geprüft werden.

Welche Wettbewerbsvorteile eine professionelle KI-Roadmap schafft

Höhere Produktivität: Manuelle Tätigkeiten werden reduziert, Arbeitsabläufe beschleunigt und Ressourcen besser genutzt.

Schnellere Entscheidungen: sind aufgrund besserer Datenanalysen und stärkerer Transparenz möglich. Trends werden frühzeitig erkannt.

Um den Wettbewerbsvorsprung zu sichern, müssen Kompetenzen frühzeitig aufgebaut werden. Während der Umsetzung ist hohe Anpassungsfähigkeit von großem Nutzen. Eine klare KI-Roadmap unterstützt zudem die Differenzierung gegenüber Wettbewerbern.

Zukunftssicherheit erhöhen

  • Strukturierte Vorbereitung auf technologische Veränderungen
  • Bessere Skalierbarkeit von Innovationen
  • Nachhaltige digitale Transformation

Zeitstrahl: Der typische Weg zur KI-Roadmap

Monat 1–2: Analyse– Reifegradbewertung
– Prozessanalyse
– Chancenidentifikation
Monat 2–3: Strategieentwicklung– Zieldefinition
– Governance-Konzept
– Priorisierung von Use Cases
Monat 3–6: Pilotphase– Auswahl erster Projekte
– Tests und Erfolgsmessung
Monat 6–12: Skalierung– Rollout erfolgreicher Lösungen
– Schulungen Integration in bestehende Prozesse
Ab Monat 12: Kontinuierliche Weiterentwicklung– Monitoring
– Optimierung
– Erweiterung neuer KI-Anwendungsfälle

Fassen wir zusammen:

KI wandelt sich vom Technologie-Hype zu einem echten Erfolgsfaktor in mittelständischen Unternehmen. Doch ein einzelnes Tool kann keinen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil generieren. Ausschlaggebend ist die Verbindung von Unternehmenszielen mit Technologie, Governance und Mitarbeitenden. Orientierung kommt mit einer professionellen KI-Roadmap ins Spielt. Der Fahrplan für KI kann Risiken reduzieren und Investitionen planbar machen. Unternehmen, die heute strukturiert starten, schaffen die Grundlage für langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Innovation.

(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Von Stefanie

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