1. März 2024

Was ist die DGUV A3 und warum ist sie wichtig für die Sicherheit am Arbeitsplatz?

Es handelt sich bei der DGUV A3 um eine Vorschrift der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Diese befasst sich mit der Prüfung von elektrischen Anlagen und Betriebsmittel. Arbeitgeber, öffentliche Einrichtungen und Arbeitnehmer, die mit elektrischem Strom arbeiten oder in Kontakt kommen fallen in den Gültigkeitsbereich dieser Norm. Mit der DGUV A3 werden Anforderungen gegeben, die die Errichtung und den Betrieb sowie der Instandhaltung von elektrischen Anlagen und Geräten regeln. Sinn und Zweck ist es, die Gefahren vor Stromunfällen zu minimieren. Des Weiteren sollen die Verordnungen dazu beitragen, Brände und Explosionen zu vermeiden oder zu minimieren.

Seit 1885 existieren die Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften, die als Basis für die DGUV A3 dienen. Seit 2014 sind die Unfallverhütungsvorschriften zusammen mit den Normen der DGUV Vorschriften unter einem Dach vereinigt. Die DGUV A3 Vorschrift ist auch als DGUV Vorschrift 3 oder BGV A3 bekannt. BGV steht hier für Berufsgenossenschaftliche Vorschriften. Die Berufsgenossenschaften erlassen die DGUV A3 Vorschriften als autonomes Recht, wobei die Genossenschaften selbst die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung sind. Es ist die Aufgabe der Berufsgenossenschaften, Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten zur verhüten. Sie wirken mit, um arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu minimieren und im Schadensfall für die medizinische, soziale und berufliche Rehabilitation sowie für einen finanziellen Ausgleich zu sorgen.

Die DGUV A3 enthält vier Abschnitte, die folgende Themen behandeln:

Allgemeine Bestimmungen

Die Allgemeinen Bestimmungen zeigen die Begrifflichkeiten und die Geltungsbereiche der Vorschriften. Sie erläutern die Pflichten des Unternehmers und des Versicherten und definieren Aufsichts- und Prüfbefugnisse der Berufsgenossenschaft.

Elektrische Anlagen

Dieser Teil beschreibt die Anforderungen an die Planung, Errichtung, Änderung und Erweiterung von elektrischen Anlagen. Dazu gehören Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag, Schutz bei Überspannung, Auswahl und Ersatz von Betriebsmitteln, sowie die Kennzeichnung und Dokumentation.

Elektrische Betriebsmittel

Die Anforderungen an elektrische Betriebsmittel werden in diesem Abschnitt geklärt. Es geht um Beschaffenheit, Prüfung, Instandsetzung und Wiederholungsprüfen von elektrischen Betriebsmitteln. Erläutert werden die verschiedenen Schutzklassen, Schutzarten, Prüffristen, Prüfverfahren, Prüfprotokolle und Prüfsiegel.

Besondere Bestimmungen

Im Abschnitt besondere Bestimmungen werden besonderen Anforderungen an bestimmte Arten on elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln geregelt. Besonderheiten gibt es regeln, wenn es sich beispielsweise um ortsfeste Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen geht. Aber auch ortveränderliche Anlagen in feuergefährdeten Bereichen werden mit besonderen Anforderungen versehen. Beispiele: Baustellenstromverteiler, Elektrowerkzeuge, Haushaltsgeräte und medizinisch genutzte Geräte.

Zusammenfassung

Die Einhaltung der Vorschriften der DGUV A3 stellen nicht nur eine Pflichterfüllung einer gesetzlichen Vorgabe dar, sondern sind ein besonderer Beitrag zum Schutz der Gesundheit und des Lebens von Arbeitnehmer. Auch Eigentum wird geschützt vor Schäden durch elektrischen Strom. Des Weiteren reduziert die DGUV A3 Haftungsrisiken. Sie sorgt für einen reibungslosen Betriebsablauf von elektrischen Geräten und Anlagen.

(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Schreibe einen Kommentar